Spoileralarm

Sehr schöne Geschichte, aber es fehlt der “Fessel-Effekt”.

Into The Deep: Herzgeflüster - Samantha Young, Yara Blümel, HörbucHHamburg HHV GmbH

Vor tatsächlich beinahe 14 Tagen habe ich mich hingesetzt und angefangen, das Buch zu lesen. Ich hatte noch nichts von der Geschichte gehört (Ich weiß, ich lebe hinterm Mond). Ich wusste demnach nicht, ob ich Top oder Flop zu erwarten habe.

 

Wir beginnen in Edinburgh, im September 2012, wo Charly ihr Auslandstudium diesem Jahr verbringen will. Es fängt also quasi scheinbar mitten im Studienalltag an, wie Charly mit ihrer Mom telefoniert und bald anschließend auf einer Party gehen wird. Und dort trifft sie der Schlag, sie trifft bereits im ersten Kapitel mit voller Wucht auf Jake – ihrer ersten Liebe. Der Mann, der ihr alles gab, der ihr mit seinen damaligen siebzehn Jahren, ewige Liebe versprach sowie vor allem ihre erste Erfahrung war. Vor allem, nicht zu vergessen, auch der erste Mann, der ihr das Herz raus riss und sie wegen eines fatalen Unfalls im Stich ließ.

 

Genau das ist der Punkt – ich als Leser saß mit offenem Mund davor, scheiße, was ist da passiert? Schließlich gehen wir zurück ins Jahr 2008 und lernen Charly und Jake als verliebtes Paar kennen. Wie alles begann, wie sie sich ineinander verliebten, wie sie zusammenkamen und erleben sie in ihren intimsten Momenten, es lässt einem das Herz schmelzen. Wenn es nach mir gegangen wäre, ich wäre gar nicht mehr aus 2008 raus gegangen, aber natürlich lasen wir von hier an im Wechsel. Wir erleben Jake, wie er darum kämpft, Charly zurückzuerobern. Charly kämpft logischerweise dagegen an, aber wir erfahren auch nach und nach, wie es zu dem Entschluss von Jake kam.

 

Eigentlich ist das der Punkt, an dem ich schon sagen würde, alles gut, top Buch, kauft es sofort. Was ich aber einfach auch erwähnen muss, hier fehlt eindeutig der Fessel-Effekt. Zumindest für mich, ich habe wirklich bald zwei Wochen dran gesessen, allerdings habe ich nicht ganztags Zeit zum lesen. Was ich in dem Buch klar als Minuspunkt gebe – es sind furchtbar viele Namen, Freunde aus der alten Zeit, Freunde in der neuen Zeit, Familie, Nachbarn und so weiter. Dazu ähneln sich oft die Namen auch noch und ich habe irgendwann vollkommen den Überblick verloren und die Namen einfach nur noch überlesen. Ganze vier Namen der Freunde konnte ich durchgehend zuordnen, aber alle anderen sind meiner Meinung nach überflüssig.

 

Leider fing die Geschichte kurz nach der Stelle der Aufklärung, warum Charly das Herz gebrochen wurde, an, ziehend zu werden.
Natürlich wollte ich wissen, ob es ein Happy End gibt, oder nicht, aber wegen diesen Namens Wirrwarr bin ich einfach ständig durcheinander gekommen. Ich konnte mich deswegen kaum auf das Wesentliche konzentrieren.

 

Trotz allem kann ich immer wieder unterstreichen, es ist eine wirklich wunderschöne Geschichte. Aber hier wäre weniger mehr gewesen.

Quelle: http://yvi82.de/rezension-into-the-deep-herzgefluester