Das war alles?

Rush of Love - Verführt  - Abbi Glines, Heidi Lichtblau

Laut dem Klappentext erwartet uns doch eigentlich ein echt tolles Buch. Zumindest mich machte diese Beschreibung unheimlich neugierig und lies mich die zum Teil negative Kritik über das Buch ignorieren.

 

Wie die Beschreibung bereits verrät, wir lesen von einem jungen Mädchen namens Glaire, welche grade eben ihre Mutter verloren hat. In der Geschichte erfahren wir auch noch das sogar ihre Zwillingsschwester von ihr gehen musste. Also hat Glaire nen ganz schön hartes Leben hinter sich gebracht. Dazu musste sie sich ja auch alleine um ihre todkranke Mutter kümmern, da ihr unmöglicher Vater die Familie verlassen hat weil er den Anblick von Glaire nicht ertragen konnte. Warum? Sie ähnelte ihrer Schwester dann doch zu sehr und brachte dem Vater zu starke Gewissensbisse. Tragisch, oder?

 

Glaire macht sich auf zu ihren Vater um nun dort zu leben, nachdem die Mutter tot ist. Nun ist Papa natürlich nicht da. Er ist mit seiner neuen Frau ab in den Urlaub. Glaire lernt nun den stinkreichen Rush kennen. Rush ist wie bereits beschrieben ihr neuer Stiefbruder. Ebenfalls lernt sie Nan kennen. Nan ist dazu noch Rush seine Halbschwester. Was ein Chaos aber nun gut…

 

Rush hasst Glaire. Sie findet ihn einfach mies. Er lässt sie vorerst in seinem Haus wohnen. Beide fühlen sich voneinander angezogen und langsam aber sicher geht es heiß zur Sache.

 

Ich habe oft die Stellen gesucht, die irgendwie an ähnliche Bücher erinnern da immer wieder zu lesen ist, das sie ähnlich aneinander angelehnt sind. Allerdings kann ich da dann doch beruhigen. Niemanden wird körperlichen Schmerz zugefügt oder ähnliches.

Hier geht es einfach um eine Geschichte welche fast schon zu üblich ist und um Aufklärung des Familiendramas. So hatte ich es zumindest im Anschein. Irgendwie hatte ich zum Schluss das Gefühl das es hier mehr um Nan geht als um Rush oder Glaire. Wir fragten uns natürlich warum Rush Glaire gegenüber so anti ist und vor allem was diese Nan damit zu tun hat.

Natürlich erfahren wir dies schon zum Ende des Buches, als Glaire dann wohl doch schon zu viel erfährt und das dunkle Geheimnis aufgeklärt werden soll.

 

Ich war von dem Ende dann aber doch sehr enttäuscht. Man liest das Buch durch, es packt einen aber nicht und so habe ich dann doch tatsächlich kurz Pause gebraucht. Aber auch trotz Pause findet man sofort wieder rein. Obwohl ein solches Chaos in deren Familie herrscht, herrscht zumindest keins im Buch. Ich kann nicht sagen warum mich das Ende so enttäuschte, irgendwas fehlte nun mal.

 

Zum Buch selber kann ich nur sagen das mir das Cover sehr gefiel. Es ist wohl nichts besonderes, dunkel gehalten, ein Pärchen welches sich gegenüber ist – aber es passt. Ich hätte es wohl sehr gemocht wenn es was zum “anfassen” gewesen wäre aber das ist dann kein Muss.Der Schreibstil von Abbi Glines ist schön flüssig und klar. Die Rollen sind klar verteilt, nicht zu viele Personen und auch nicht zu wenige. Was mir auch mittlerweile wichtig ist, keine zu exotischen Namen. Auch hier braucht man diesbezüglich nicht besorgt sein.
Die Seiten sind nicht zu dünn, beim blättern reißt also nichts.

 

Trotz allem möchte ich natürlich gerne die nächsten Teile lesen, es haut einen wohl nicht unbedingt vom Hocker, aber es ist meiner Meinung nach auch nicht schlecht und es lässt sich gut lesen. Außerdem möchte man dann doch schon wissen, wie es in den nächsten Büchern weiter geht. Ich hoffe nur das wir mit dem Thema Nan dann durch sind……….