Spoileralarm

Es hat mich mitgerissen – ich bin beinahe sprachlos vor Begeisterung!

Speechless (Sprachlos) - Hannah Harrington

Chelsea ist ein ganz normaler Teenager wie wir alle mal waren oder noch sind. Sie liebt Partys, schöne Kleider, Promi Klatsch und natürlich ihre beste Freundin Kristen. Als Chelsea auf einer Silvester Party bei Kristen Noah und noch einen Jungen im Gästezimmer erwischt wie die beiden miteinander rummachen muss sie dies natürlich sofort brühwarm ausplaudern. Denn so macht sie sich wichtig und alle sind so auf den neusten Stand. Sie denkt nicht über die Folgen nach, Homosexualität wird nicht von allen toleriert und so passiert es das Noah fast tot geschlagen wird. Chelsea kann das nicht eben mit ihren Gewissen vereinbaren wie es andere können, denn sie ist daran Schuld das Noah im Krankenhaus liegt und sagt natürlich sofort bei der Polizei aus. Zu ihrer Schande – denn nun erfährt sie wie wichtig sie tatsächlich ihren Freunden und vor allem Kristen war.
Chelsea ist der Meinung das sie besser die Klappe halten sollte, findet zufällig einen Zeitungsbericht über einen Mönch der sein Schweigegelübde abgelegt hat und entschließt sich diesem zu folgen. Sie spricht nicht mehr. Trotz den harten Mobbing Attacken und Demütigungen die sie nun in der Schule Tag für Tag ertragen muss, sie zieht es knallhart durch. Beim regelmäßigen Nachsitzen lernt sie das Mädchen Asha kennen welche sie direkt nimmt wie sie ist, obwohl sie davon gehört hat was in der einen Nacht auf der Party passiert ist. Asha wird ihr eine Freundin und nimmt sie mit nach Rosie’s. In dem Cafe wo sie kellnert, dort will sie ihr Nachhilfe in Geometrie geben und dort trifft sie auf Sam und Andy. Andy war Noah’s Freund und Sam …
Obwohl Chelsea knallhart weiter schweigt und mittlerweile mit einer Tafel kommuniziert wird sie genommen wie sie ist, sie findet neue Freunde, Menschen die zu ihr halten und noch viel mehr. Chelsea hat sehr viel Zeit zum Nachdenken – sie spricht ja kaum – sie scheint sich selber zu finden.

 

Eigentlich weiß man, das es irgendwann soweit sein wird, das Chelsea wieder sprechen wird, sie weiß es ja selber und es muss was Besonderes sein. Man rechnet eigentlich mit vielen aber als es dann tatsächlich soweit ist – wow, das hat mich mitgenommen. Damit habe ich nicht gerechnet. Das Buch hat irgendwo auch mir die Augen geöffnet. Es bewegt so viel in einen – das ist unglaublich. Am Ende war ich beinahe beleidigt das die Geschichte nur 275 Seiten beinhaltet, ich hätte gerne noch weitere 275 gelesen. Aber es war nun mal zu Ende und man kann diesem glaube ich, nichts mehr zufügen.

 

Es war so wunderbar geschrieben, wie man es einfach von Mira Taschenbuch und der Darkiss Reihe gewohnt ist. Alleine die Cover Gestaltung ist wirklich genial. Einfach weiß – das hat was! Und vor allem – es ist zum “anfassen”. So muss ein Buch auch sein! Ich danke Mira von Herzen für dieses Buch, ich glaube ich habe dieses wirklich gebraucht um vieles mit anderen Augen zu sehen.