Eine tolle Geschichte für Zwischendurch

Vertauscht - Fiona Rempt

Zum Glück nur eine Geschichte – aber sowas soll es ja geben. Mal eben seinen dreizehnten Geburtstag feiern, eigentlich ein tolles und glückliches Leben führen und dann so ganz nebenbei erfahren das man in Wirklichkeit ganz andere Eltern hat. Nicht adoptiert, nein, wegen einen fatalen Fehler einer Krankenschwester, man wurde als Baby vertauscht! Nicht nur, das sowas schlimm für ein Kind selber ist, wie macht man sowas als Eltern seinen Kind überhaupt klar? Vor allem schonend?

 

Pum und Yannick waren solche Fälle, die mal eben erfahren haben, dass ihre Eltern gar nicht ihre leiblichen Eltern sind. Sie nehmen Kontakt zueinander auf, anfangs mailen sie sich nur, irgendwann treffen sie sich auch.

 

Pum und Yannick sind jeweils zwei komplett verschiedene Mädchen. Pum ist lebhaft, fröhlich und spontan, wogegen Yannick eher das zurückhaltende, stille und schüchterne Mädchen ist. Nun geht jede auf ihre Art mit dieser neuen Situation um, Pum rebelliert und ist erst mal wütend, während Yannick das Ganze so hinzunehmen scheint. Trotzdem quält beide der Gedanke, was wäre wenn… Wie wären sie wenn sie nie vertauscht worden wären?

 

Nachdem sie den Plan durchsetzen können und einen Urlaubstausch mit der jeweils anderen Familie machen, kommen sogar die ersten Gedanken tatsächlich komplett zu tauschen. Jedoch nicht so, wie man es sich vielleicht an manchen Stellen denken mag.

Zum Ende empfand ich das Buch wirklich rührend, sodass ich mir eben noch eine Träne unterdrücken konnte.

 

Das Buch lässt sich komplett wirklich gut lesen, man wird direkt dran gefesselt und kommt in keinster Weise mal raus, wenn man mal einen Tag nicht liest. Auch der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und angenehm. Wir lesen abwechselnd aus Pum sowie aus Yannick ihrer Sicht, so haben wir die Möglichkeit beide Charaktere super kennen zu lernen und voll mit rein zu schlüpfen, was hier sehr gut funktionierte.

 

Das Einzige was ich etwas bemängeln mag, dass hier einfach zu viele Personen ins Spiel kamen, abgesehen von Yannick ihren drei Brüdern und den jeweiligen Eltern, sowie Krankenschwester, bekamen wir noch Namen von anderen Familienmitgliedern vor die Augen sowie sämtlicher Freunde, die teilweise aus meiner Sicht absolut unbedeutend waren und mehr oder weniger ab und zu nur für Verwirrung sorgten. Hier empfinde ich weniger ist mehr.

 

Ansonsten ist dies aber eine sehr gut gelungene Geschichte für Zwischendurch und empfehlenswert.

Quelle: http://yvi82.de/rezension-vertauscht